Vancouver Island
Mittwoch, 06.08.2008
Vancouver – Sidney
Nach 4 Monaten Vancouver konnte unser Round the World – Trip endlich los gehen. Pünktlich wurde ich von Daniel und Gilles, die unser Auto für die nächsten 10 Tage bereits entgegengenommen hatten, am Flughafen abgeholt. Zu unserer aller Überraschung und entgegen unserer Erwartungen wurden wir mit einem brand neuen, perlweißen Ford Edge SUV ausgestattet.
Dann konnte es auch schon los gehen, raus aus der Stadt, Richtung Süden nach Tsawassen. Von dort rauf auf die Fähre und ab nach Vancouver Island. Die 90 minütige Überfahrt soll zu einer der schönsten in Nordamerika gehören – und das zu recht. Unterstrichen wurde das traumhafte Panorama aus Meer, Fels und Wald durch bilderbuch Wetter und Lachsbrötchen.
In Sidney angekommen haben wir uns auch gleich auf die Suche nach einem Campingplatz gemacht. Fündig wurden wir in einem Waldstück in der Nähe einer der Hafen von Sidney. Dort konnten wir unser Camperdasein auch gleich voll auskosten – Camping mitten im Wald, Plumpsklos und ab und an ein Wasserhahn mit Trinkwasser.
Donnerstag, 07.08.2008
Sidney – Victoria
Gefrühstückt haben wir heute an einem kleinen Hafen in Sidney, mit dem salzigen Geruch des Meeres in der Nase, und einer Aussicht und einem Wetter bei dem unser Müsli und Baguette gleich doppelt so gut geschmeckt haben.
Nach einem langen und ausgiebigen Frühstück fuhren wir dann los in das ca. 20 km entfernte Victoria. Die 300.000 Einwohner große Stadt ist sowohl die größte Stadt Vancouver Islands als auch die Hauptstadt British Columbias.
Im Gegensatz zu Vancouver besitzt Victoria eher das Flair einer europäischen Stadt, kommt allerdings lange nicht an einer dieser heran. Das „must see“ der Hauptstadt ist wohl der Inner Harbour mit dem Parlament und dem Fairmont Empress. Letzteres hat mich noch am meisten beeindruckt in dieser Stadt.
Freitag, 08.08.2008
Victoria – Goldstream Provincial Park
Heute ist zu unserem bis jetzt dreiköpfigen Team eine vierte Wegbegleiterin hinzugestoßen – my lovely cousin Nicky. Nachdem wir nun vollständig waren, konnten wir unserer kleinen Reisegruppe einen internationalen touch zusprechen. Vertreten waren die Länder Deutschland, Luxemburg und Australien.
Gemeinsam ging es dann weiter in den Goldstream Provincial Park und den darin liegenden Campingplatz. Dort, mitten im Wald wurde dann auf engstem Raum (da wir für keinen zweiten Platz zahlen wollten) unsere kleine Zeltstadt aufgebaut.
Danach ging es auch gleich los den Goldstream River entlang, der von urwaltartigen Bäumen und Sträuchern gesäumt war.
Der Anfang des Flusses entsprang an einem kleinen See, der von einem Wasserfall gespeist wurde und dessen Anblick uns an eine Filmkulisse erinnerte. Daher konnten wir es uns nicht nehmen lassen unsere Badesachen zu holen und vor den Augen der wenigen Zuschauer unglaublich mutig in das kühle Nass zu springen.
Samstag, 09.08.2008
Goldstream Provincial Park – Nanaimo
Auf dem Weg nach Nanaimo wurden wir durch einen absolut gigantischen Ausblick überrascht. Vor uns lagen das Meer, die vor gelagerten Inselchen Vancouver Islands und im Hintergrund die Coast Mountains des Mainlands.
In Nanaimo selbst unternahmen wir einen Spaziergang entlang des Sees, der nur ein paar Meter entfernt von unserem Campingplatz gelegen war.
Auf Grund des heute eher regnerischen Wetters wollten wir dann noch ein bisschen die Stadt ansehen. Wie wir allerdings an diesem Tag und auch all den darauf folgenden Tagen feststellen mussten gibt es in den amerikanischen bzw. kanadischen Städtchen einfach nichts zu sehen. So was wie Städteplanung und Architektur existiert in diesem Land nur in den touristisch interessanten Großstädten.
Sonntag, 10.08.2008
Nanaimo – Tofino
Heute haben wir die Ostküste der Insel verlassen und sind auf der einzigen Straße, die an die Westküste führt, nach Tofino getuckert. Die Fahrt führte vorbei an Seen und Wäldern, hoch ins Gebirge und das auf Straßen, auf denen kilometerweit nur 30km/h gefahren wurden konnte. Ansonsten war die Fahrt durch die Insel wieder ein Naturschauspiel, in dem ein Bär natürlich nicht fehlen durfte.
Auf der anderen Seite der Insel, ging es dann noch ein wenig die Küste entlang in den Norden. Unser Campingplatz lag wie immer in einem Wäldchen, dieses Mal aber direkt am Meer. Die Strände dort waren alles Sandstrände, was hier in Kanada ja nicht so üblich ist, mit vielen kleinen vor gelagerten Inselchen und Felsen, was dem ganzen einen ganz einzigartigen Eindruck verlieh.
Tofino selbst ist einfach nur traumhaft gelegen und wir waren alle echt beeindruckt als wir das erste Mal in das kleine 2000 Einwohner starke Örtchen einfuhren.
Noch dazu gilt es zu sagen, dass Tofino und der in etwa gleich große Ort Ucluelet die einzigen zwei Orte der Westküste und daher von der Außenwelt relativ abgeschnitten sind.
Montag, 11.08.2008
Tofino – Ucluelet
Heute ging es ca. 30km die Küste entlang in das bereits oben erwähnte Örtchen Ucluelet.
Dieses unterscheidet sich zu seinem weiter im Norden gelegenen Nachbarn Tofino darin, dass hier nicht der rege Touristenverkehr herrscht. Das mag wohl an der eher felsigen Küste liegen. Die aber zu den Sandstränden Tofinos eine willkommene Abwechslung bildeten.
Insgesamt wirkte das Örtchen ein wenig verlassen, da hier eben die Touristen und Surfer, für letztere ist Tofino besonders berühmt, fehlten. Auffallend war jedoch, dass hier sehr viele „Einheimische“ bzw. indianisch abstammende Leute lebten.
Dienstag, 12.08.2008
Ucluelet – Campbell River
Verlassen haben wir die Wesküste der Insel auf dem Weg, den wir gekommen sind. Nur das dieses Mal das Wetter nicht mehr allzu sehr mitspielte.
Zurück an der etwas mehr besiedelten Ostküste ging es weiter in den nördlicher gelegenen Ort Campbell River. Da bei unserer Ankunft, das Wetter eher regnerisch war und der Himmel Wolken behangen, konnten wir die traumhafte Aussicht auf die teilweise schneebedeckten Coast Mountains erst am nächsten Morgen genießen.
Allgemein ist die Westküste Kanadas auf Grund ihres Privilegs, das Meer vor sich und im Hintergrund die Berge zu haben, wirklich zu beneiden. Für uns Europäer ist das kein alltäglicher Anblick und brachte mich/uns jeden Tag aufs Neue zum Staunen.
Mittwoch, 13.08.2008
Campbell River – Powell River
Nachdem wir heute wieder einen wolkenlosen Himmel hatten war die Fährfahrt von Comox zurück auf das Mainland nach Powell River besonders schön. Hinter uns ließen wir die schneebedeckten Berge Vancouver Islands, und vor uns lagen die Coast Mountains.
Angekommen in Powell River ging es gleich los in das Örtchen Lund. Wobei wir uns nicht sicher waren, ob diese Bezeichnung auf die paar Häuschen überhaupt zutreffend ist.
Das einzige Hotel des Ortes ist die zentrale Anlaufstelle für Touristen. In dem dazu gehörigen Pub haben wir uns ein erfrischendes Bierchen genehmigt und die traumhafte Umgebung genossen.
Donnerstag, 14.08.2008
Powell River – Vancouver
Heute ging es entlang der Sunshine Coast zurück nach Vancouver. Da die Küste hauptsächlich zerklüftet war und es keine durchgehende Straße bis nach Vancouver gab, mussten wir weitere zwei Male mit der Fähre übersetzen. Diese beiden Fährfahrten waren wirklich unglaublich schön. Das Meer und das direkt anschließende Gebirge entfalteten vor uns ein unverwechselbaren Anblick.
Um zu unserem Campingplatz etwas außerhalb von Vancouver gelangen, blieb es uns leider nicht erspart einmal mit dem Auto direkt durch die Stadt zu fahren. Dies kostete uns jede Menge Zeit und Geduld, da wir aufgrund der nicht so übersichtlichen Beschilderung ständig vom Highway abkamen und uns auf irgendwelchen Straßen wiederfanden, auf denen wir eigentlich nicht sein sollten bzw. wollten. Weiterhin stellte es sich nicht als gerade einfach heraus wieder zurück auf den Highway zu gelangen, da man teilweise in die vor einem liegende Straße nicht einbiegen durfte, da dies nur zu bestimmten Tageszeiten gestattet war. Zum Schmunzeln brachte uns daher die von der Stadt gewünschte Verzehnfachung der Einwohnerzahl angesichts der jetzt schon chaotischen Verkehrsverhältnisse.
Freitag, 15.08.2008
Vancouver
Nach unserer letzten gemeinsamen Nacht zur viert, trennten sich am nächsten morgen unsere Wege am Vancouver Flughafen. Nicky flog zurück nach Banff auf ihre Ranch, Gilles blieb noch zwei Nächte in Vancouver um dann in die USA aufzubrechen und Daniel und ich machten uns nach einer Nacht bei Voika auf den Weg in die Rockies.
Die vier Abenteuerer:
Die Spargeltarzane - Gilles und Daniel
Die Beachgirls - Nicky und Miri
Altogether
